Breisgau-S-Bahn: Fünf Vorschläge für Minister Hermann und die DB Regio

Veröffentlicht am 09.11.2021 in Kreisverband

Endlich stand heute Verkehrsminister Hermann und die DB Regio in der Verbandsversammlung unseres Verkehrszweckverbandes zur Breisgau-S-Bahn zwischen Kaiserstuhl und Hochschwarzwald Rede und Antwort. Ein paar Beruhigungspillen hatten Minister und Bahnkonzern schon dabei, die wollten aber im Gremium nicht so recht wirken. Es gab keine Wunde, in die nicht irgendwer aus der Runde mindestens ein Finger gelegt hat.

Ich will all die Kritik hier gar nicht wiederkäuen, die ist den Pendlern auf der Strecke hinlänglich bekannt. Ich will stattdessen dem Aufruf des Freiburger Oberbürgermeisters Martin Horn folgen: Wir müssen vom Klagen ins Tun kommen und schlicht Maßnahmen zur Verbesserung ausarbeiten.

Das soll jetzt eine Kommission tun, denn, wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann gründ’ ich einen Arbeitskreis. Meinetwegen. Ich habe mir aus der Diskussionsrunde fünf Punkte mitgenommen, die ich dieser Kommission mitgeben will:

  1. Es wurde deutlich und das nehme ich der DB Regio auch ab: Es fehlen Ersatzfahrzeuge für defekte Züge und für den Einsatz bei Fahrplanproblemen. Genau das fordert der Zweckverband seit zwei Jahren und das ist etwas, das jetzt angegangen werden muss, weil es jahrelange Lieferzeiten gibt. Auf geht’s, Herr Hermann.
  2. Die eingleisige Strecke zwischen Gottenheim und Freiburg ist zu lange und führt dazu, das jedes Problem sofort zu einer Eskalation der Situation auf der gesamten Stecke führt. Wir brauchen Ausweichstrecken und wir sollten damit nicht warten, bis irgendwie vielleicht ein zweigleisiger Ausbau mit dem Anschluss nach Colmar kommt. Es wird noch viel Wasser den Rhein hinunter fließen bis bei Breisach eine Bahnbrücke über denselbigen gebaut wird. Auf geht’s, Herr Hermann.
  3. Die Strecke bietet durchaus noch technische Möglichkeiten, die die Bahn nicht abruft. Der Zug muss nicht vor Gottenheim im Löß stehen und warten, er kann bereits in den Bahnhof Gottenheim einfahren. Dann reicht es dort auch für das Umsteigen in Richtung Endingen und es rennen keine Schüler mehr über das Gleis, um den Zug noch zu erwischen. Echt jetzt, Deutsche Bahn, das muss doch klappen.
  4. Auf der am stärksten befahrenen Breisacher Strecke werden eben nicht die Fahrgastkapazitäten eingesetzt und angeboten, die die Bahn versprochen hat und auch vertraglich zugesichert hat. Das ist klar die Baustelle der DB Regio, da seid ihr in der Pflicht. Kümmert euch drum.
  5. Stimmt das wirklich, dass die selben Leute, die irgendwie schauen müssen, wie man wieder in den Fahrplan kommt, wenn die Hütte brennt, auch für die Informationsweitergabe an die Fahrgäste zuständig sind? Das erklärt so einiges und, das ist schlicht organisatorisches Versagen. Ändert das schnell, liebe Bahn, denn genau das stößt den Fahrgästen am meisten auf und hat maßgeblich das Vertrauen in die Strecke verspielt.

Ja, keine dieser Vorschläge wirkt schnell. Es ist keine Superlösung dabei. Es braucht seine Zeit. Aber gerade deshalb muss man auch zügig damit anfangen. Jetzt.

Oswald Prucker

 

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