SPD-Antrag zur Zukunft der Jugendarbeit scheitert knapp

Veröffentlicht am 19.09.2025 in Kommunalpolitik

Aufgrund des dynamischen Wachstums der Stadt Bad Krozingen und der damit einhergehenden Zunahme der Einwohnerzahl der letzten Jahre werden in den kommenden Jahren viele Jugendliche heranwachsen. Um auf diese Entwicklung frühzeitig und gezielt reagieren zu können, hält es die SPD für notwendig, rechtzeitig die Infrastruktur für die Jugendarbeit zu evaluieren, die Jugend(sozial)arbeit zu stärken und hat dazu einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht.

Ziel des Antrags war es, die Verwaltung zu beauftragen, bis zu den Haushaltsberatungen ein Konzept vorzulegen, das die wachsenden Bedarfe der Jugendlichen in den verschiedenen Altersgruppen erfasst und neben dem Status Quo konkrete Überlegungen zu den Treffpunkten, Begegnungsräumen, Personalstärke, sozialpädagogischer Betreuung, Partizipation sowie zur Kooperation mit Schulen und Vereinen beinhaltet.

Eine starke und gut ausgebaute Jugendarbeit ist ein wesentlicher Faktor für gelingende Integration, soziale Stabilität und das Gemeinschaftsleben in unserer Stadt.

Aktuell leistet ein kleines Team der Stadt eine hervorragende engagierte Arbeit in der Jugendarbeit, im JUZE, in der Jugendsozialarbeit und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungen und Formaten an. Die SPD sieht dennoch die Notwendigkeit sich mit dem Thema zu beschäftigen, weil wir sehen, dass der Bedarf an Betreuung, Treffpunkten, Angeboten mit der steigenden Anzahl an Jugendlichen auch steigt.

Das JUZE an der Max-Planck-Realschule wurde vor über 25 Jahren als „Übergangslösung“ eingerichtet, immer wieder auch ausgebaut oder verbessert. Dennoch ist es längst Zeit sich zumindest auf den Weg zu machen und zu diskutieren, wie wir mit den aktuellen und kommenden Anforderungen umgehen.

Die Fraktion der Grünen konnte dankenswerterweise dem Ansinnen unseres Antrags folgen.
Die Mitglieder der CDU und der KFB-Fraktion konnten dem Antrag dagegen nicht zustimmen. Dies auch mit der Begründung, wenn sich der Gemeinderat strategisch mit dem Thema Jugendarbeit beschäftigt, würde es unter Umständen „Begehrlichkeiten wecken“ und Kosten verursachen.

Ja, wie nahezu alle Kommunen steht Bad Krozingen vor sehr schwierigen Haushaltslagen in den kommenden Jahren. Auch der SPD-Fraktion ist bewusst, dass derzeit keine zusätzlichen Investitionen und Ausgaben in freiwillige Leistungen einer Kommune möglich sind.

Das entbindet aber nicht von der Verantwortung und Möglichkeit sich dem Thema zu widmen, zu priorisieren und eine Ausbaustrategie zu diskutieren, die es auf Grund des wachsenden Bedarfes unausweichlich benötigt. Wer nach den notwendigen und erfolgreich erfolgten Ausbauten der Kinderbetreuung und Schulerweiterungen nicht den nächsten logischen Schritt geht, verpasst die Chance rechtzeitig und planvoll zu agieren.

Wir begrüßen sehr, dass die Verwaltung auf Vorschlag des Oberbürgermeisters das Thema trotz Ablehnung des Antrages in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorstellen wird und dem Gemeinderat damit die Möglichkeit gibt in den Haushaltsdiskussionen und mittelfristigen Planungen zu den Mittel für die Jugendarbeit fundierte und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Die SPD wird sich dafür einsetzen, dass proportional zum Bedarf auch das Angebot in der Jugendarbeit steigt und die notwendigen Ressourcen eingeplant werden.

Wir möchten die Jugendlichen, Eltern und alle Bürgerinnen und Bürger einladen, ihre Gedanken und Ideen zu dem Thema Jugendarbeit mit uns zu teilen. Einfach per Mail an jugendarbeit@spd-bk.de oder hier klicken und ausfüllen.
Wir freuen uns auf eure/ Ihre Beteiligung.

 

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