Anträge zur Basler Straße und Schulwegsicherheit

Veröffentlicht am 26.11.2025 in Gemeinderatsfraktion

Die SPD- Bad Krozingen lehnt den Antrag der Fraktionen von KFB und CDU zur Einrichtung eines sogenannten „Shared Space“ in der Basler Straße ab.

Ziel des Antrags ist es, den derzeitigen Einbahnabschnitt der Basler Straße zwischen Kirchstraße und Am Schlosspark in einen Begegnungsverkehr mit gleichberechtigter Nutzung durch Fußgänger, Radfahrer und Autos umzuwandeln. Ein „Shared Space“ lebt vom Gedanken des Miteinanders und der gegenseitigen Rücksichtnahme – die SPD Bad Krozingen unterstützt dieses Prinzip grundsätzlich, hält den geplanten Standort aber für ungeeignet und nicht umsetzbar.

„Wir stehen ausdrücklich hinter der Idee, unsere Innenstadt lebenswerter und verkehrsberuhigter zu gestalten“, erklärt Klaus Finke, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Die Basler Straße ist auf dem genannten Abschnitt schlicht zu eng, um einen gleichberechtigten Verkehrsraum in beide Richtungen zu schaffen, ohne die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gefährden.“

Ein Shared Space setzt ausreichende Breite, gute Sichtbeziehungen, klare Übergänge zu angrenzenden Verkehrsflächen und eine hohe Frequentierung durch Fußgänger voraus.

Viele Versuche in Deutschland Shared Space Bereiche einzurichten sind gescheitert, die Unfallkostenzahlen sind in diesen Pilotbereichen gestiegen. Diese zusätzliche Gefährdung insbesondere auf diesem engen Straßenabschnitt halten wir für nicht sinnvoll und zielführend.

Diese Voraussetzungen sind in der Basler Straße nicht gegeben. Die Straße ist mit rund 120 Metern Länge und begrenzter Breite räumlich zu beengt. Zudem fehlt die Möglichkeit, die Verkehrssicherheit insbesondere für Kinder, ältere Menschen und mobilitäts- oder seheingeschränkte Personen zu gewährleisten.

Stattdessen fordert die SPD Bad Krozingen, die Pläne für die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Attraktivität bei gleichzeitiger Verkehrsberuhigung in der Innenstadt weiter voranzutreiben.

„Wir wollen keine symbolischen Lösungen, sondern wirkliche Verbesserungen, mehr Verkehr ist definitiv keine Lösung“, so der SPD Co-Vorsitzende Thomas Thürling. Dazu gehören:

  • die Reduzierung des Verkehrs durch die Innenstadt
  • die Aufwertung der Fußgängerzonen und Innenstadtbereiche durch Begrünung, Aufenthaltszonen und Sitzgelegenheiten,
  • die Förderung von Fuß- und Radverkehr durch sichere und klar geführte Wege.
  • sowie ein Stadtmarketingkonzept welches die gute Erreichbarkeit, die Aufenthaltsqualität und das vielfältige Angebot, sowie die vielen Parkplätze in und um die Innenstadt samt neuem Parkleitsystem regional vermarktet

Die SPD sieht darin die Chance, die Innenstadt für Bewohnerinnen, Besucher und den örtlichen Einzelhandel und die Gastronomie gleichermaßen attraktiver zu gestalten und für eine Belebung der Innenstadt zu sorgen.

„Unser Ziel ist eine Innenstadt, in der Menschen sich gerne aufhalten, flanieren, einkaufen und verweilen“, fasst Thomas Thürling zusammen. „Aber das braucht durchdachte Planung, verkehrstechnische Machbarkeit und Rücksicht auf alle Beteiligten – nicht nur eine weitere neue Verkehrsregelung und Beschilderung eines kleinen Teilbereiches.“

Verkehrsberuhigung in einer Innenstadt, kombiniert mit Aufenthaltsqualität und attraktiven Angeboten, sichern Anziehungskraft und Belebung der Innenstadt. Zahlreiche Studien von Einzelhandelsverbänden, IHK, Fachgutachten zeigen seit Jahren, dass mehr Verkehr das Gegenteil bewirkt.

Die SPD fordert den eingeschlagenen Weg fortzusetzen, um sinnvolle Maßnahmen aus dem IHK-Gutachten im Arbeitskreis Innenstadt gemeinsam mit dem Gewerbeverband weiter voranzutreiben und sichtbare Ergebnisse in den nächsten Monaten zu erreichen.

Auf Initiative der SPD haben deshalb für die Beibehaltung der Einbahnstraßenregelung samt flankierender Maßnahmen die Fraktionen SPD und Bündnis90/Die Grünen gemeinsam einen Antrag in den Gemeinderat eingebracht. Dieser sieht neben der Beibehaltung der jetzigen Verkehrsregelung Maßnahmen zur Prüfung der Beschilderung und Markierung vor.

Von Bündnis90/Die Grünen angeregt beantragen die beiden Fraktionen gemeinsam die Erhöhung der Sicherheit auf der Fahrradstraße und auf dem Schulcampus Südring Maßnahmen durch die Reduzierung der Geschwindigkeit in der Fahrradstraße und der Schwimmbadstraße, die Sperrung der Busschleife an der Max-Planck-Schule für den Individualverkehr und Ausweisung von Drop & Go Kurzzeitparkplätzen in der Schwimmbadstraße und in der Basler Straße.

 

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